UNI Wien 2011-2013

Inhalt und Ziele

Das Seminar ist Teil des gleichnamigen Forschungsprojektes, das in Kooperation der Universität Wien und der Universität Leuphana als transdisziplinäres Lehrforschungsprojekt eingebettet ist. Student_innen verschiedener Disziplinen erarbeiten unter Anleitung Methoden generativer Bildarbeit und erschließen durch generative Bildarbeit ihre eigenen konkreten Forschungsinteressen und -felder. Die daraus resultierenden Forschungsfelder ergeben jene Situationen kultureller Diversität, in denen die Student_innen selbst generative Bildarbeit zur Anwendung bringen. Parallel dazu wird die Methoden- und Kontexteignung generativer Bildarbeit in den Forschungsfeldern der Student_innen untersucht.

Der Ansatz 'generativer Bildarbeit' wird unter der Annahme eingesetzt, dass fotografische Praxis auf verschiedenen Akteurs- und Interaktionsebenen zu mehr Handlungsfähigkeit führen kann. Durch das Produzieren, Präsentieren, Rezipieren und Interpretieren eines Fotos entsteht ein Beziehungsgeflecht, über dessen Relevanz sich die Beteiligten meist nicht bewusst sind. Werden die verschiedenen sich daraus ergebenden Akteurs- und Interaktionsebenen beachtet, besteht die Möglichkeit, sich an fotografische Ausdrucksformen kommunikativ anzunähern. Fotos können demnach Bestandteile eines dialogischen Prozesses auf Produktions-, Präsentations-, Rezeptions- und Interpretationsebene sein und enthalten dabei auch immer Verborgenes, das nicht verbalisiert werden kann.

Das generative Fotoalbum

Das Album, das die Student_innen in dieser Lehrveranstaltung gestalten, soll einen gemeinsamen Reflexions- und Forschungsprozess ermöglichen. Das Arbeiten an und mit diesem Album dient als zentrale visuelle Methode, bei der vom individuellen Sehen ausgegangen wird, um in Gruppenarbeit zentrale Themen zu diskutieren. In einem permanenten Abgleich von Selbst- und Fremdwahrnehmung stellt das Lesen und Hinterfragen der Alltagsfotos den wichtigsten Wirkungsaspekt generativer Bildarbeit dar. Einzelne Beiträge aus dem Album werden an drei Terminen in der LV präsentiert. Das vollständige Album wird am Ende des Semesters zur Benotung abgegeben.

Das wissenschaftlichen Journal

Im wissenschaftlichen Journal werden regelmäßig relevante Informationen, Erkenntnisse und Erlebnisse eingetragen, die in Bezug zur LV stehen. Es soll den Lernprozess unterstützen und zur Reflexion dienen.

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